One to one Marketing

Ein bisschen Zukunftsmusik

Werden elektronische Medien in naher Zukunft das Papier ersetzen? Wann wird jeder Betrieb, ja sogar jeder Haushalt in unserer Gesellschaft ans Internet angeschlossen sein? Gibt es bald den ultraflachen Buchcomputer den man mit ins Bett nehmen kann?

Viele offene Fragen, die uns unsicher werden lassen im Hinblick darauf, wie wir Informationen aufbereiten uns transportieren werden. Sicher sind jedoch auch heute schon einige Tendenzen vorhersagbar beziehungsweise bereits eingeleitet. So seien hier beispielhaft zwei "Megatrends" in der modernen Dokumentenproduktion erwähnt:

Weg von der Masse, hin zur Klasse

Der seit einigen Jahren im Zeitalter des elektronischen Druckens eingeleitete Trend zum Printing on Demand (POD) setzt seinen Siegeszug ungebrochen fort. Das hat seine guten Gründe. Die schon mehrfach bemühte und dennoch nie überstrapazierte Schnelllebigkeit unserer Gesellschaft schjließt in vielen Fällen ein Auf-Halde-Produzieren von vorneherein aus. Häufige Aktualisierungen von tecchnischen Daten, Preisänderungen in letzter Sekunde, Diversifizierung - alles Tatbestände, die nicht nur eine vorübergehende Zeiterscheinung, sondern ein sich ständig verstärkender Trend sind.

Was für Alle gilt, muß nicht auch für mich gelten.

Ärgern Sie sich auch öfters über Briefsendungen, mit siebenundvierzig Pfennig maschinell frankiert und meist recht bunt? Sind das nicht genau die, die Sie erst gar nicht öffnen? Oder was haben Sie sich gedacht, als Sie zum letzten Mal ein Auto gekauft haben und in Ihrer Bedienungsanleitung etwa sieben Seiten über die Benutzung der Klimaanlage fanden, obwohl Sie diese gar nicht mitbestellt hatten?

Nichts Neues sagen Sie? Richtig, und trotzdem immer noch an der Tagesordnung. Der Trend zur kleineren, zielgruppengerechten Ansprache setzt sich entgegen aller technischen Widerstände durch und kann auch vom (offset)drucktechnischen Qualitätswahn nicht aufgehalten werden. Automobilhersteller liefern schon lange nicht mehr die Bedienungsanleitung in zehn Sprachen gleichzeitig. Das hat die Auflage deutlich kleiner werden lassen. Wenn jetzt - um bei obigen Beispiel zu bleiben - noch fertigungsbegleitend zu jedem Auto die passende Anleitung, mit genau der enthaltenen Ausstattung gedruckt würde, wäre die Auflage an Ihrem kleinstmöglichen Ziel angekommen: dem Unikat!

Bleiben wir mal beim Auto. Ein bekannter deutscher Automobilhersteller bietet schon heute den Individualprospekt für einen Teil seiner Fahrzeuge an. Sie werden gefragt, welchen Typ, welche Ausstattung und welche Farbe Ihr Wunschfahrzeug haben soll und erhalten in wenigen Tagen die Unterlagen exakt auf Ihren Geschmack abgestimmt zugesandt.

Ein weiteres Beispiel ist die Direktwerbung. Klassisch sieht die so aus, daß große Mengen gleichartiger Versendungen an Firmen und Haushalte verschickt werden. Die sogenannten Rücklaufquoten sind im Promillebereich. Das wäre nicht so schlimm bei den ausgesandten Mengen, wenn nicht auch noch ein deutlich rückläufiger Trend zu verzeichnen wäre.

Auf der Suche nach neuen, effizienteren Wegen etabliert sich gerade ein Trend, der den Namen One-to-One Marketing erhalten hat. Wie der Name sagt, eine Aktion, die exakt auf einen bestimmten Empfänger optimiert ist. Dies kann ein persönlicher Anruf sein (Stichwort Call-Center) oder auch ein sehr persönliches, individuelles Anschreiben. In jedem Fall jedoch ist es unabdingbar, möglichst detaillierte, qualifizierte Information über die Zielpersonen in einer Datenbank erfasst zu haben. Ist dies gewährleistet, kann es losgehen. Die Drucktechnik gibt es mittlerweile her, solche Unikate zu fertigen. Die erreichbare Resonanz dankt es einem.

Damit wir uns nicht falsch verstehen: Die Massendrucksache wird es noch lange geben, Sie wird nicht ersetzt, aber ergänzt, von der neuen Technik. Auch hierzu noch ein Beispiel: Aktienanlagen liegen zur Zeit voll im Trend. So werden Millionen von Depotinhabern Monat für Monat über den Stand ihrer Depots im Rahmen von Kontoauszügen informiert. Die meisten dieser Depots liegen unter Hunderttausend Mark. Nur ein kleiner Prozentsatz enthält eine Viertelmillion und mehr. Und eben diese Premium-Bankkunden haben es verdient, ausführlich und anschaulich informiert zu werden. So ließe es sich relativ leicht lösen, Depotanteile in farbigen Graphiken darzustellen oder Kursentwicklungen in Kurven auszudrücken.

In jedem Falle, sind wir permanent mit beiden Ohren am Markt, um in Ihrem Interesse Entwicklungen rechtzeitig aufzuspüren. Nur wenn wir auch in Zukunft stets die modernsten und nutzbringendsten Dienstleistungen anbieten, werden wir Ihr Partner sein.